Irgendwann werden liebgewonnene Gewohnheiten zur Last.

Ein sportliches Hobby wurde früher von uns sehr gerne ausgeübt. Heute lässt es uns am nächsten Tag spüren, dass diese Sportart für unsere Knie nicht mehr geeignet ist. Wehmut schleicht sich ein, denn mit diesem Freizeitvergnügen verbinden wir viele wunderbare Stunden mit Gleichgesinnten. Ziehen wir einen Schlussstrich, bedeutet dies eine Trennung von den Mitstreitern. Die gemütlichen Stunden nach der körperlichen Anstrengung finden ihn Zukunft ohne unser Beisein statt.

Die Welt geht davon nicht unter und es findet sich sicherlich eine Alternative, aber Traurigkeit schleicht sich doch ein. Vielleicht taucht der Gedanke auf: Jetzt gehöre ich zum alten Eisen.

Freundschaften werden während unseres Lebens geknüpft. Wir blicken auf eine wunderbare Zeit zurück, denken an die gemeinsamen Abendessen, Urlaube und Ausflüge. Eines Tages treffen Ereignisse ein, die für Verstimmung sorgen. Die Folge: Man entwickelt sich unterschiedlich weiter. Die einen verharren im Althergebrachten. Sie möchten die Komfortzone nicht verlassen, auch im Bewusstsein, dass sie nicht wunschlos glücklich sind. Die anderen werden vom Pioniergeist gepackt. Wenn man Neuland betritt, führt nicht jede Entscheidung automatisch zum Erfolg. Wir lernen dazu, knüpfen neue Kontakte und erleben eine ereignisreiche Zeit. Der Alltag ist plötzlich nicht alltäglich. Neue Herausforderungen bringen am Anfang einen höheren Arbeitsaufwand mit sich. Wir sind auf die neue Aufgabenstellung fokussiert. Was passiert, wenn wir dann auf Unverständnis in unserem Umfeld stoßen? Vielleicht wird die Frage in den Raum geworfen „Warum hast du keine Zeit für uns?“ Wir kommen in Erklärungsnot. Irgendwann erreichen wir den Punkt, an dem man nicht mehr erklären möchte. Es sind doch unsere Entscheidungen. Müssen wir uns gegenüber Dritten rechtfertigen? Sollten Freunde nicht Verständnis für die neue Situation aufbringen? Jeder von uns hat Träume und Wünsche. Bei dem einen bleiben sie eine Vorstellung und die Anderen verwandeln sie in Tatsachen.

Warum fällt es schwer die Leistung eines Anderen anzuerkennen? Jeder von uns steht vor der Wahl: Mache ich es oder mache ich es nicht. Wenn plötzlich bei den Zusammenkünften nicht mehr offener Austausch stattfindet, sondern Themen vermieden werden, dann stellt sich die Frage: Warum fällt es schwer anderen ihr Glück oder Erfolg zu gönnen? Ein weiterer Gedanke taucht auf: Sind es dann wirkliche Freunde?

Wir geraten ins Grübeln, fühlen uns missverstanden oder verletzt. Unstimmigkeiten rauben uns Kraft. Daher gilt auch hier, lassen wir los und legen wir den Fokus auf das, was uns in dieser Phase wichtig ist. Loslassen kann wehtun. Wir haben zwei Möglichkeiten, die angespannte Stimmung bei den nächsten Zusammenkünften zu ignorieren oder ehrlich zu sich und den anderen sein und einen Schlussstrich ziehen.

„Lass ihnen Zeit, die werden es schon noch verdauen, dass du jetzt eine neue Aufgabe hast!“, eine Aussage, die in diesem Zusammenhang fallen kann.

Müssen wir dies wirklich tun? Den Anderen Zeit lassen, damit sie sich wieder einrenken können? Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus wird es nie mehr so sein, wie es vor dem Einschnitt war.

Mein daraus resultierendes Fazit: Lassen wir los, wenn Hobbys oder Freundschaften unpassend werden. Wir dürfen traurig und enttäuscht sein. Eines sollten wir aber nicht tun, an der Richtigkeit unserer Entscheidungen zweifeln. Jeder von uns kennt die Redewendungen: Jeder ist des eigenen Glückes Schmied. Wir dürfen kräftig mit dem Hammer an unserem Glück schmieden. Blicken wir mit einem Lächeln auf eine wunderbare Zeit zurück. Richten wir aber den Blick auf die Zukunft! Freuen wir uns auf neue Kontakte und Zusammenkünfte mit neuen Gleichgesinnten. Ich bin sicher, dass wir fündig werden.

Mein etwas anderer Denkanstoß an Sie: Sind Sie bereit loszulassen, auch wenn es weh tun kann?

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2017-10-24T18:46:37+00:00 23/10/2017|